Vier mächtige Burgen schützen die Stadt
Alleine vier mächtige Burgen stehen auf der Gemarkung der Stadt Dahn. Die von den Burgen Altdahn, Grafendahn und Tanstein  gebildete Burgengruppe, die nach der ältesten der Burgen, Altdahn, benannt ist,  ist wohl eine der markantesten Felsenburgen Deutschlands und gehört dabei zu den größten Burgenanlagen der Pfalz.
-südlicher Torturm von Altdahn -
Die um das Jahr 1230 auf dem nordwestlich von Dahn gelegenen Kauertberg erbaute vierte Burg erhielt den Namen Neudahn. 
Die Altdahn entstand bereits um 1100. Sie wurde auf den beiden östlichen Burgfelsen erbaut. Jüngste Forschungen brachten allerdings zu Tage, dass die Burg Tannstein auf einer noch wesentlich älteren Burgenanlage des Frühmittelalters aufgebaut wurde.
In den ältesten bekannten Urkunden aus dem Jahre 1127 wird ein Anshelmus de Tannicka erwähnt.
Zu dieser Zeit war die Burg noch Reichslehen. In einer Urkunde des Friedrich Barbarossa wird ein Heinrich von Tanne erwähnt. Im Jahre 1236 ist die Burg bereits bischöflich-speyrisches Lehen, das an Friedrich von Dahn verliehen war. Dessen Bruder Konrad war ein Vertrauter Friedrichs II und wurde 1233 zum Bischof von Speyer gewählt. Er verstarb am Heiligabend des Jahres 1236. Es lässt sich heute nicht mehr sagen, inwieweit Konrad seinen Einfluss geltend machte, dass seiner Familie das Dahner Lehen, das damals bereits zum Territorium der Speyerer Fürstbischöfe gehörte, übergeben wurde. Tatsache ist, dass die Übernahme des Lehens für die Familie Dahn ein großer sozialer Aufstieg bedeutete, der ihren Mitgliedern einflussreiche Ämter einbrachte. 
Altdahn wurde mehrmals zerstört. Erstmals bei einer Fehde mit den Fleckensteinern im Jahre 1363. Anschließend ließ sich hier ein Edelknecht namens Stophes nieder, ganz offensichtlich ein Raubritter. Er wurde 1372 vom Landfrieden, einer Koalition aus Speyrern, Leiningern und diversen anderen Städten, vertrieben. Dabei wurde die Burg erneut zumindest teilweise zerstört.  Auch in späteren Jahren, so 1406 während des Vierherrenkrieges kam es zur Zerstörung,  1426 und 1438 war müssen Feuer mit verheerender Wirkung ausgebrochen sein. 
Bereits 1603 war Altdahn nicht mehr bewohnt, der Letzte des Dahner Geschlechts starb in seinem Schloss in Burrweiler.
Auch während des 30jährigen Krieges wurde die Burg immer wieder Opfer von Verwüstungen. Auch die Truppen Melacs suchten sie im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 heim.
Nachdem die Burg völlig verlassen war, nutzten die Dorfbewohner die Feste als privaten Steinbruch für den privaten Hausbau. 1820 führte ein Felssturz, bei dem vor allem der Palas von Altdahn zusammenfiel, zum völligen Niedergang der ehemals mächtigen Burg.
Erst im Zeitalter der Romantik richtete man wieder ein Augenmerk auf die Ruinen, die immer noch in Notzeiten als Unterschlupf für die Dorfbewohner gedient hatten, so 1690 und 1793 und noch einmal während des letzten Weltkrieges im Jahre 1944, als man hier oben Weihnachten feierte.
Bereits 1877 begann man mit ersten Restaurierungen, die 1936 fortgesetzt wurden. Nach dem Krieg erinnerte man sich wieder der mächtigen Wahrzeichen und widmet sich seitdem ihrer Erhaltung bis auf den heutigen Tag.
- Grafendahn - 
Grafendahn
Konrad Mursel, ein Enkel des bischöflich-speyrisches Lehensmannes Friedrich von Dahn, erbaute um 1287 auf dem mittleren der fünf Burgenfelsen die Burg Grafendahn. Offensichtlich hatten Familienstreitigkeiten dazu geführt. Obwohl sie so nahe bei den Dahner Burgen gelegen, hat sie eine völlig eigenständige Geschichte.  Sie war von Beginn an Ganerbenburg und bereits 1288 erscheinen neben Konrad mit den Herren von Windstein, von Eichen, von Landsberg, von Sponheim und mit Heinrich dem Summerer fünf weitere Eigentümer.
Da Konrad ohne männlichen Erben blieb, erteilte ihm das Speyerer Domkapitel die Erlaubnis, seinen Anteil an der Burg auf seine Töchter übertragen zu dürfen. Nach Konrads Tod kam sein Anteil als Kunkellehen an seinen Schwiegersohn Wilhelm von Windstein, der dann später Graf Johann II von Sponheim als Gemeiner aufnahm. Und diesem schließlich 1339 seinen Anteil an der Burg verkaufte. Völlig verloren ging die Burg dem Dahner Rittergeschlecht, als 1345 Graf Walram von Sponheim die restlichen Anteile kaufte und somit in den alleinigen Besitz der Burg und ein Viertel aller zur Herrschaft Dahn gehörigen Güter kam. Dazu gehörten auch ein Viertel des Ortes Dahn und das Pfarrbesetzungsrecht.
Seit dieser Zeit trägt die Burg den Namen „Grafendahn“.
Nach dem Abbleben des letzten Grafen von  Sponheim fiel Grafendahn 1437 an den Markgrafen von Baden und gelangte 1462 an die Kurpfalz,
als Friedrich der Siegreiche sie einnahm und zerstörte.   1480 gab der Kurfürst die Burg als Lehen an den Besitzer des Berwartsteins, Hans von Drot, einem Nachkommen des thüringischen Geschlechts derer von Trotha, Der geistert noch heute als Hans Trapp durch zalreiche sagen und Gruselgeschichten. 1485 erwarb von Droth nicht nur Grafendahn, sondern auch den Berwartstein bei Erlenbach. Bereits zu dieser Zeit galt die Burg als unbewohnbar. In den darauffolgenden Jahren kam Grafendahn an die Herren von Fleckenstein, in deren Besitz blieb sie bis 1637. Von 1642 bis 1793 gehörte die Burg den Schenken von Waldenburg, danach fiel das Lehen an das Bistum Speyer und wurde nicht mehr verliehen. 
Tanstein
Unklar ist noch heute der Ursprung der Burg Tanstein, die auf den zwei westlichen Burgenfelsen erbaut wurde. Die beiden Burgfelsen sind heute völlig voneinander getrennt, früher soll es hölzerne Brücken zwischen ihnen gegeben haben.  Nach neusten Forschungsergebnissen ist es wahrscheinlich, dass Tanstein noch vor Altdahn bereits im frühen Mittelalter als Fliehburg bestanden hat. Dieser dann als Ausläufer der Burg Altdahn angelegte Burg wurde von den Dahner Herren nach dem Verlust Grafendahns neu ausgebaut.   Wegen dieses Ausbaus musste Tanstein im Jahr 1328 ebenfalls als Speyerer Lehen anerkannt werden.
Im Jahre 1512 kam Tanstein an Heinrich von Dahn, der ein Verbündeter Franz von Sickingens war. Sickingen hatte sich gegen die immer mächtiger werdenden Kurfürsten aufgelehnt und wurde 1523 von den vereinten Heeren des Erzbischofs von Trier, des Landgrafen Philipp von Hessen und des Kurfürsten Ludwig von der Pfalz vernichtend geschlagen. Alle Burgen, deren Herren den Sickinger unterstützt hatten, wurden geschleift. Dass einzig die Burg Tanstein dem Schicksal des Drachenfels, der Ebernburg, Hohenburg und der Burg Nannstein entging, war darauf zurückzuführen, dass ihr Eigner, Bischof Georg von Speyer, ein Bruder des Pfalzgrafen Ludwig war.
Der Trierer Erzbischof besetzte die Burg bis 1544, dann gab man sie an den Erben des inzwischen in Birlenbach im Elsass verstorbenen Heinrich zurück. Allerdings wurde zur Auflage gemacht, dass sie nicht mehr befestigt werden dürfe. 
 
Sehenswert ist das Burgenmuseum, das mit viel Liebe und ehrenamtlichem Engagement von den Mitgliedern des Burgenvereins eingerichtet wurde.
- Neudahn -
- Neudahn -
Neudahn
Auf dem Kauertberg nordwestlich von Dahn liegt die vierte der Dahner Burgen, die Neudahn.  Sie war zuerst nur als Schutz der Wegeverbindung zur Burg Altdahn errichtet worden, wurde dann aber immer weiter ausgebaut.Im 16. Jahrhundert wurde aus ihr eine Artillerieburg, die sie in eine Reihe mit den bekannten pfälzischen Burgen wie Nannstein oder Hardenburg stellt. 
Der erste Bauabschnitt ist um 1230 datiert. Ein Heinrich von Than, genannt Heinrich Mursel von Kropsberg, wird für den Erbauer der Burg gehalten. Er soll nach Familienstreitigkeiten die einfache Bestigung ausgebaut haben.  
Bereits nach knapp 100 Jahren starb diese Neudahner Linie aus. Die Burg ging an die Altdahner Linie zurück, die durch Erbteilung wiederum eine Neudahner Linie bildete. Der letzte dieser Neudahner Linie,  Ludwig von Neudahn, war auch der letzte Dahner Ritter und Inhaber aller Dahner Burgen, außer der Grafendahn. Er starb 1603 in seinem Schlösschen in Burrweiler. Sein gesamter Besitz ging zurück an das Bistum Speyer.
1552 erlebte die Burg Neudahn hohen Besuch. Heinrich der II, König von Frankreich, nächtigte hier, als die Frau des Burgherren Christoph im Kindbett lag.
Der älteste Teil Neudahns ist die Oberburg mit staufischen Resten. Die Ringmauer mit zwei Rundtürmen sowie Teile eines Wohngebäudes, das sich nördlich an die Felsen anschließt, sind späteren Datums, wohl 15. Jahrhundert. Die mächtigen Zwillingstürme, etwa 24 Meter hoch mit einem Durchmesser von 10,4 beziehungsweise 7,2 Meter sind in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts entstanden. Beachtenswert sind vor allem die als Löwenmäuler gearbeiteten Schießscharten. Aus dem 16. Jahrhundert stammen die in Richtung Dahn angelegte keilförmige und die etwas vorgelagerte ovale Bastei.
Letztere wurde, wie große Teile der Burg, anlässlich einer großzügigen Restaurierung in den Jahren ab 1976 in ihrer ursprünglichen Form wieder aufgebaut und gesichert.
Alle Dahner Burgen gehören heute dem Land Rheinland-Pfalz und werden vom Landesamt für Denkmalpflege verwaltet.
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Das Rätsel des Drachen Tan
 
Sagenhaftes