- Tanstein
- Unklar ist noch heute der Ursprung der Burg Tanstein, die auf den zwei westlichen Burgenfelsen erbaut wurde. Die
beiden Burgfelsen sind heute völlig voneinander getrennt, früher soll es
hölzerne Brücken zwischen ihnen gegeben haben. Nach neusten Forschungsergebnissen ist es wahrscheinlich, dass
Tanstein noch vor Altdahn bereits im frühen Mittelalter als Fliehburg
bestanden hat. Dieser dann als Ausläufer der Burg Altdahn angelegte Burg
wurde von den Dahner Herren nach dem Verlust Grafendahns neu ausgebaut.
Wegen dieses Ausbaus musste Tanstein im Jahr 1328 ebenfalls als
Speyerer Lehen anerkannt werden.
- Im Jahre 1512 kam Tanstein an Heinrich von
Dahn, der ein Verbündeter Franz von Sickingens war. Sickingen hatte sich
gegen die immer mächtiger werdenden Kurfürsten aufgelehnt und wurde 1523
von den vereinten Heeren des Erzbischofs von Trier, des Landgrafen Philipp
von Hessen und des Kurfürsten Ludwig von der Pfalz vernichtend
geschlagen. Alle Burgen, deren Herren den Sickinger unterstützt hatten,
wurden geschleift. Dass einzig die Burg Tanstein dem Schicksal des
Drachenfels, der Ebernburg, Hohenburg und der Burg Nannstein entging, war
darauf zurückzuführen, dass ihr Eigner, Bischof Georg von Speyer, ein
Bruder des Pfalzgrafen Ludwig war.
- Der Trierer Erzbischof besetzte die Burg bis
1544, dann gab man sie an den Erben des inzwischen in Birlenbach im Elsass
verstorbenen Heinrich zurück. Allerdings wurde zur Auflage gemacht, dass
sie nicht mehr befestigt werden dürfe.
-
- Sehenswert ist das Burgenmuseum, das mit
viel Liebe und ehrenamtlichem Engagement von den Mitgliedern des
Burgenvereins eingerichtet wurde.