architektur

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Das Forstamt

 
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Förster in Uniform 1859
 
Gebaut wurde das Gebäude, das als Forstamt Dahn bekannt ist und das seit 1. Januar 2004 das Forstamt Wasgau beherbergt, von den Freiherren von Waldenburg kurz vor 1779 als Verwaltungssitz. Für die Steuern, die es von den Dahnern einzutreiben galt, baute man auch eine Zehntscheuer. 
1793 enteigneten die Franzosen, deren Revolutionsgarden die linksrheinischen Gebiete besetzt hatten, Adel und Klerus, die Freiherren verloren ihren Besitz, der zu Gunsten der Staatskasse versteigert wurde. Darunter auch das Haus, das in Privateigentum überging.
1847 bot die Witwe des Gastwirts Johannes Schreiber dem königlichen Forstamt Dahn das Haus zum Kauf an. Zu dieser Zeit gab es in Dahn kein eigenes Forstamtsgebäude, der jeweilige Forstamtsmeister musste ein Zimmer seiner Wohnung als Büro zur Verfügung stellen.
Nach langen  Verhandlungen wurde das Haus 1850 gekauft und diente von nun an als Forstamtsbüro und Dienstwohnung des Forstmeisters.
Bis zur Bildung des heutigen Forstamtes Wasgau war es ein langer Weg. Zu einer ersten Organisation des Forstwesens in der Pfalz kam es unter dem Fürstbischof Schönborn, der von 1719 bis 1743 auf dem Speyrer Bischofsstuhl saß. Unter ihm wurde der Hof- und Rentkammer ein Oberjägerei- und Forstamt angegliedert, wobei der Schwerpunkt zu dieser Zeit noch auf der Jagd lag.
Fürstbischof Limburg-Styrum (1770-1797) verselbstständigte das immer wichtiger werdende Forstwesen und unterstellte es der Hofkammer.
Während der Revolutionskriege fiel die linksrheinische Seite an Frankreich, Adel und Klerus wurden enteignete, der Wald war von da an französisches Nationalgut. Nach den Napoleonischen Kriegen wurde die  linksrheinische Seite wieder deutsch,  1816 kam die Pfalz zu Bayern, doch die einstigen Besitzer warteten vergeblich auf die Rückgabe, der Wald wurde zum ‚königlich bayrischer Waldbesitz’ erklärt.
Am 1. Januar 1822 bildete die bayrische Forstverwaltung in der Pfalz 18 Forstämter, darunter auch das Forstamt Dahn. Es war zuständig für 15.500 Hektar, das Gebiet umfasste auch Obersteinbach, das 1826 an Frankreich fiel. Das Forstamt hatte zwei Hauptaufgaben: es sollte eine Übernutzung verhindern und neu aufforsten, was nach dem durch die Franzosen betriebenen Raubbau dringend notwendig war.
1900 wurde die alte Zehntscheuer abgerissen. Dann geschah 45 Jahre erst mal nichts, zumindest nichts, was das Forstamt Dahn betraf. Dann wurde durch Granatenbeschuss beim Einmarsch der Amerikaner das Dach schwer beschädigt.
1956 verkaufte der Forst einen Teil des Gartens als Bauplatz. 1987 verkleinerte sich das Grundstück erneut, als für den Bau des neuen Polizeigebäudes Platz benötigt wurde.
1988 wurde das Dach komplett erneuert und das Mauerwerk durch einen Ringanker gesichert, um die Nachteile eines Konstruktionsfehlers zu beheben. Man machte aus dem Haus ein reines Bürogebäude, die Dienstwohnung des Forstamtsleiters wurde aufgelöst.
Viel hat sich seit dem ersten Forstamt, das 1822 gegründet wurde und zu dem die Reviere Schönau, Obersteinbach, Reißlerhof, Fischbach, Dahn, Erfweiler und Rumbach gehörten, verändert.
1853 reduzierte eine Verwaltungsreform die 18 Forstämter auf 12. Das Forstamt Bergzabern mit den Revieren Birkenhördt, Rechtenbach und Bobenthal kamen zu Dahn.
1864 wurde das Forstamt Annweiler aufgelöst, Dahn erhält die Reviere Annweiler I und II, Horbacher Hof und Wilgartswiesen. Das Forstamt Dahn, das von den Eckpunkten Reißlerhof, Hofstätten, Landau und Schweigen begrenzt wird, hat in dieser Zeit seine größte Ausdehnung. Der Forstamtsbezirk stößt zwischen Schweigen und dem Reißlerhof an die Grenze zu Frankreich.
1885 werden die Forstämter aufgelöst und der größte Teil der Reviere wird zu Ämtern erhoben. Aus dem Amt Dahn werden mit Dahn, Kaltenbach, Wilgartswiesen, Annweiler, Bergzabern, Schweigen, Schönau und Fischbach acht Ämter. In dieser Zeit umfasst das Forstamt das wohl  kleinste Gebiet in seiner Geschichte.
1920 wird der Forstamtsbezirk wieder ein wenig größer, seie Zuständigkeit wird um die Gemarkung Bruchweiler erweitert.
Im Zusammenhang mit dem Mundatwaldabkommen geht 1939 der Staatswalddistrikt Sorgenberg als Entschädigung für den Waldbesitz im Elsass an die Katholische Kirche in Dahn.
1971 werden in der Pfalz 10 Forstämter aufgelöst. Das Revier Lindelbrunn kommt zu Dahn, das den Bruchweiler Wald an das Forstamt Schönau abgibt. Weitere Forstamtsauflösungen erweitern das Forstamt Dahn 1996 um die Staatswaldreviere Salzwoog, Deckenberg und Wolfsägerhof. Das Revier Lindelbrunn geht wieder an das Forstamt Bergzabern.
Seit der großen Forstreform 2004 gibt es kein Forstamt Dahn mehr, das neu gegründete Forstamt Wasgau, mit Sitz in Dahn, umfasst die ehemaligen Forstämter Dahn, Schönau und Eppenbrunn.  
Schon kurz nach der Übernahme begann man mit einem Anbau, der das alte Forstamtsgebäude um 150 Quadratmeter reine Bürofläche vergrößert. Die zur Straße zeigende steinerne Wand des Schuppens, der dem Anbau weichen musste, blieb erhalten, dennoch präsentiert sich der neue Bau in einer ganz modernen (Holz)Bauweise, die sich deutlich von dem historischen Forsthaus, das unter Denkmalschutz steht,  absetzt. Wichtig war es den Leuten vom Forst, dass die verwendeten Hölzer auch ausdeutschen Wäldern stammen. 

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Der Anbau entsteht   Das um den Anbau erweiterte alte Forstamt
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