Am 17. Dezember 1982 beschloss der
Stadtrat den Bau eines „Haus des Gastes“, denn in der aufstrebenden Kurstadt
fehlten Veranstaltungsräume, die
den Erfordernissen des zunehmend stärker werdenden Fremdenverkehrs und dem
regen Vereinsleben des staatlich anerkannten Luftkurortes gerecht werden
konnten.
Der in einigen Teilen fertig gestellte
Kurpark bot sich als idealer Standort für ein solches „Haus des Gastes“, in
dem die Stadthalle und ein Restaurationsbetrieb untergebracht werden sollte.
1986 konnte das Haus, das durch seine
dem regionalen Baustil entsprechende Formensprache überzeugt, in Betrieb
genommen werden. Damit ging ein jahrzehntelanger Wunsch der Bevölkerung in Erfüllung.
Die Planungsphase fiel in eine Zeit, in der man sich auf die Schätze der
eigenen Region zu besinnen begann, und so gab man heimischen Baustoffen wie
Buntsandstein und Holz den Vorzug. Außen wurden Putz und Ziegel, innen Putz und
Messing als Gestaltungselemente hinzugefügt. Das in einem elegant-rustikalen
Stil errichtete Gebäude schmiegt sich städtebaulich sehr gelungen in die
romantische Felsenlandschaft ein. Dem Besucher bietet sich ein zeitlos schönes
Bauwerk , das eine angenehme Atmosphäre erwarten lässt.
Neben dem Restaurant und dem Café
stehen für größere Veranstaltungen mit über 600 Personen abteilbare Räume
zur Verfügung.
Mit einem Leseraum, einem Fernsehraum
und Vortragsräumen ist das „Haus des Gastes“ eine Bereicherung für das
gesamte touristische Angebot der Stadt.
Dem mit der Planung beauftragten
Architekturbüro „Planungsteam Südwest“ ist es gelungen, die ortsüblichen
und typischen Eigenheiten des Stadtbildes in den Dachflächen, den
Giebelstellungen und der Kleingliedrigkeit wiederzuspiegeln.
Der genaue Standort mit entsprechender Höheneinbindung
musste behutsam gefunden werden, damit das Panorama mit dem Naturdenkmal
Hochstein, Michaelskapelle und vorgelagertem Ehrenfriedhof nicht beeinträchtigt
wurde. Die Baumasse war in der Höhe zu begrenzen, zu gliedern und entsprechend
an den Hang zu schmiegen. |