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Kindergärten

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St. Elisabethenverein Dahn e. V.

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Zum Kindergarten St. Elisabeth

 
Zum Kindergarten St. Franziskus
 
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Beide Kindergärten befinden sich in der Trägerschaft des Elisabethenvereins Dahn e.V., der in diesem Jahr sein einhundertjähriges Bestehen feiert.
Wie groß die wirtschaftliche Bedeutung des Vereins ist, belegen folgende Zahlen. 2001 mussten alleine für den Kindergarten St. Elisabeth 834.000 Mark an Personalkosten und 37.000 Mark an Sachkosten aufgebracht werden. In beiden Kindergärten beschäftigt der Verein zur Zeit 11 Erzieherinnen in Vollzeit, 14 in Teilzeit, zwei Hauswirtschafterinnen, drei Reinigungskräfte und eine Berufspraktikantin. Mit einem Verwaltungshaushalt von rund 900.000 Euro und 31 angestellten Mitarbeitern verfügt der St. Elisabethenverein über die Wirtschaftskraft eines mittelständischen Unternehmens. 
Bereits 1898 äußerte der damalige Pfarrer Georg Platz den Wunsch nach einer Schwesternstation „zur Pflege von Schwerkranken in Dahn und Erfweiler.“ Notwendig sei auch eine ‚Kinderbewahranstalt’, so der Pfarrer. Er wies darauf hin, dass drei Kinder in der Wieslauter ertrunken seien und der starke Verkehr auf der Hauptstraße mit Fuhren und Radfahrern für die kleinen Buben und Mädchen Lebensgefahr bedeute. 
Am 16. Februar 1903 wurde der Elisabethenverein ins Vereinsregister eingetragen. Bereits im Jahr davor hatte sich ein Frauen-Komitee konstituiert. „Ihm gehörten außer dem Pfarrer sieben Frauen an, darunter die Frau Oberamtsrichter, die Frau Bürgermeister und die Frau Forstmeister“, heißt es in der Chronik. Die k.u.k. Monarchie lässt grüßen. Bemerkenswert allerdings für die damalige Zeit: zwei der sieben Frauen waren protestantisch.
Der Elisabethenverein schloss mit dem Mutterhaus der Franziskanerinnen in Mallersdorf einen Vertrag, nachdem die Schwestern die Pflege der ihnen zugewiesenen Kranken – unabhängig von der Konfession -, die Leitung einer Arbeitsschule und einer Kinderbewahranstalt übernehmen sollten. Als Wohnung diente ihnen der untere Stock des Gemeindehauses in der Marktstraße 7. Im Oktober des gleichen Jahres kamen drei Schwestern nach Dahn. Die Krankenschwester M.Basilla Mandl, gleichzeitig Localoberin, die Arbeitslehrerin M.Vita Anglhuber und M.Myron Bibinger, die die Leitung der Kleinkinderschule übernahm.
In seinem Antrag auf Genehmigung zur Einrichtung dieser Kleinkinderschule hatte der damalige Vorstand des Elisabethenvereins erklärt, Zweck der Schule sei es, Kinder zwischen einem und sechs Jahren unter Aufsicht der Schwestern zu stellen. „Die Kinder sollen sich frei bewegen, Verschen, kleine Gedichte und kindliche Lieder lernen und zum geordneten, richtigen Sprechen angehalten werden.“
Ab 1941 versuchten die Nazis auch in Dahn verstärkt ihre Ideologie durchzusetzen. „Die Betreuung der Kinder ist Aufgabe des NSV (Nationalsozialistische Volkswohlfahrt) im Rahmen der allgemeinen Menschenführungsaufgabe der Partei“, so der Landrat an den damaligen Pfarrer. Das eine Übernahme nicht verhindert werden konnte, war klar, aber Pfarrer und die Schwester Oberin wehrten sich erfolgreich gegen das Ansinnen den NSV Kindergarten im Schwesternhaus, das nach dem 1. Weltkrieg gebaut worden war, einzurichten. Der neue Kindergarten indes wurde von den Müttern boykottiert und musste bereits 1943 seine Tätigkeit einstellen. 
Als nach dem Krieg das 50jährige Jubiläum des Elisabethenvereins gefeiert werden konnte, gehörten dem Konvent sechs Schwestern an. 25 Mädchen und Frauen besuchten regelmäßig die Nähstube, der Kindergarten betreute über 100 Kinder.
1960 kam gleich nach ihrem Noviziat die junge Schwester M.Siegfrieda Neumeyer nach Dahn und leitete mit großem Eifer und Begeisterung den Kindergarten.
1967 schreibt der damalige Pfarrer Jakob Layes an das Sozialministerium in Mainz: „Der umzubauende Kindergarten ist 1928 bei einer Einwohnerzahl von 2120 errichtet worden. Heute zählt die Stadt 4700 Einwohner. Es werden zur Zeit 100 bis 140 Kinder betreut von zwei Kindergärtnerinnen und einer Helferin.“
Nach einem Umbau des Schwesternhauses, dem heutigen Kindergarten St. Elisabeth, wurde man den neuen gesetzlichen Bestimmungen für Kindergärten gerecht. Es war Platz für vier Gruppen mit je 30 Kindern. Nach der Erweiterung 1968 gelang es Schwester Siegfrieda den Kindergarten zu einer modernen und über die Grenzen der Stadt anerkannten Bildungsstätte zu machen. Doch bereits 1972 verstarb die beliebte Schwester, die durch ihre mütterliche Art und ihren Einsatz für die Pfarrei und die Gemeinde in den Herzen der Dahner unvergessen ist. 
Doch auch nach der Erweiterung war das Angebot an Kindergartenplätzen noch immer nicht ausreichend. 1971 stand dem Angebot von 120 Plätzen ein Bedarf von 210 gegenüber. Abhilfe sollte der Bau eines neuen Kindergartens auf einem Kirchengrundstück im Gerstel bringen. Der allgemeine Baustopp des bischöflichen Ordinariats verhinderte jedoch die Realisierung der Pläne. So übernahm die Stadt die Bauträgerschaft, die katholische Kirchenstiftung stellte das Grundstück zur Verfügung und der Elisabethenverein übernahm die Trägerschaft für den Betrieb. Die Stadt verpflichtete sich damals, für die Finanzierung der öffentlichen Lasten und für die Instandhaltung des Kindergartens auch in Zukunft gerade zu stehen. 
Nach 1970 wurde der Mangel an Nachwuchs bei den Ordensschwestern auch in Dahn spürbar, Ende 1990 führte sie zum Ende des Schwesternkonvents. Da die betagten Schwestern die Alten- und Krankenpflege nicht mehr alleine leisten konnten, entstand auf Initiative des damaligen Pfarrers Jakob Layes 1976 die ökumenische Wasgau-Sozialstation, die diese Aufgabe übernahm. An der Seite des engagierten Pfarrers stand der Notar Dr. Hans Schmitt, der sich um die Finanzen des neuen Vereins kümmerte.
Mit diesem Zusammenschluss aller Krankenpflegevereine beider Konfessionen kann bis heute die Versorgung der pflegebedürftigen Menschen in den Verbandsgemeinden Dahner Felsenland, Hauenstein und einem Teil der Verbandsgemeinde Pirmasens-Land sichergestellt werden.  
Schweren Herzens verabschiedeten die Dahner am 15. Juli 1990 ihre drei letzten Schwestern. Schwester Isolana starb am 10. August 1999 mit 92 Jahren im Nardinihaus in Pirmasens. Fast 58 Jahre hatte sie der Gemeinde gedient. Oberin Amalia, die 53 Jahre ihres Lebens den Dahnern geschenkt hatte, verstarb im Jahr 2000 mit 87 Jahren einen Tag vor dem Heiligen Abend.
dahnilo