
Geheimnisvoller Kräutergarten
Im
Dahner Kräutergarten ist die Möglichkeit gegeben, in aller Ruhe die Kräuter,
Blumen und Bäume zu studieren. Vorsichtig darf man Blumen und Blätter pflücken
um an ihnen zu riechen und sie zu zerreiben.
Je
nach Jahreszeit erlebt der Besucher die jeweiligen Reifeprozesse der einzelnen
Pflanzen. Eine in Arbeit befindliche Broschüre wird den Besucher auf seinem
Gang begleiten und ihn auf die verschiedenen Möglichkeiten, die das ganze
Dahner Felsenland bietet, hinweisen.
Außerhalb
des Gartens darf man sich auf einen Spaziergang über die herrlichen
Streuobstwiesen der Stadt freuen. Einige Bäume dienen allerdings weniger der
Obsternte, sondern als Wirte für die unter Naturschutz stehenden Misteln,
deren Öl für seine antiseptische und durchblutungsfördernde Wirkung seit alters her geschätzt wird. dAuch aus Weide, Birke, Eiche und Linde,
Bäume die bereits im Kurpark zu finden sind, lassen sich heilsame Essenzen
gewinnen.
So bietet der Luftkurort Dahn im Herzen des Dahner Felsenlandes eine hervorragende Grundlage für Angebote an den gesundheitsbewussten Erholungssuchenden. Denn bei all den Debatten um das Für und Wider moderner Arzneimittel bietet die klassische Kräutermedizin ein großes Reservoir an therapeutischen Möglichkeiten. Bewusst setzt man im Dahner Felsenland auch auf Familien mit Kindern und auf gestresste Großstadtmenschen, die an einem verlängerten Wochenende die Möglichkeiten zur Regeneration in Ruhe und mit viel Entspannung wahrnehmen möchten. |
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Viel von dem Wissen, dass von Generation zu Generation an unsere Urgroßmütter weiter gegeben wurde, ist in der modernen Welt längst in Vergessenheit geraten. Hier, im Kräutergarten wächst manches, das man schon ausgestorben glaubte, und Kindheitserinnerungen werden wach. Nicht nur Feriengäste zeigen sich von dem Angebot begeistert. Immer mehr Einheimische nutzen die Gelegenheit, auf den zahlreichen Ruhebänken in und um dem Kräutergarten eine Rast einzulegen. Außerhalb des kleinen, viereckigen Gartens, der durch helle Kieswege in vier gleichschenklige Dreiecke aufgeteilt wird, wachsen die unterschiedlichsten Bäume. Nicht weit entfernt wartet eine regionaltypische Streuobstwiese, die für die Gesundheit der Natur eine fast noch größere Bedeutung hat wie für die Gesundheit des Menschen. In den Beeten des Kräutergartens finden sich Heil- und Küchenkräuter, Gewürz- und Aromakräuter. Kleine Täfelchen geben über die Pflanzen Auskunft.
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Die Namen erinnern an einen einstmals besonders beliebter Salat aus Frühlingskräutern. Löwenzahn, Sauerampfer, Brennnessel, Birkenblätter, Schafgarbe, Hederich und Wiesenschaumkraut, mit dem man früher, feingehackt, auch Suppen und Käse zu würzen pflegte, kommen wieder in Mode. Das Allheilmittel ‚Pfefferminz’ ist hier ebenso zu finden wie die ‚Kamille’. Die Gemeine Schafgarbe gewinnt zunehmend wieder an Bedeutung. Zahlreiche Kräutchen lassen sich in dem Garten entdecken. So unter anderem das Johanniskraut, ein altes Heil- und Zaubermittel, die Heckenrose, Arnika, Beinwell und Baldrian. Alle Arbeiten in dem Garten erfolgen ehrenamtlich durch den Kneippverein, der von dem Bundenthaler Apotheker Friedrich Kunz beraten und unterstützt wird. In der Teestube "Am Jungfernsprung" kann der Besucher die Welt der ‚Tees aus dem geheimnisvollen Kräutergarten Dahner Felsenland’ erleben. Neben Elwetritsche Tee, Dahnäpfelchen, Fischbacher Bettsäächer, und Felsenländer Paradieswasser findet sich auch die neuste Kreation der zauberhaften Wohlfühltees, wie der Schönauer Sonnenschein.Grundidee für die Teemischungen war die Erkenntnis, dass jeder Mensch am Tag ein wenig Zeit für sich benötigt um die Füße seiner Seele baumeln zu lassen. Nichts ist hilfreicher, um zu entspannen und neue Kräfte zu schöpfen, als eine gute Tasse Tee. Was lag also näher, als die uralten Gemeinden des Dahner Felsenlandes für die Namen dieser einzigartigen Teemischungen Pate stehen zu lassen. In wohl kaum einer anderen Region weiß man die Schätze aus Wald und Flur so zur Bereicherung des täglichen Speiseplanes zu nutzen wie in der Pfalz. Die pfiffige Pfälzerin verwendet seit Jahrhunderten in ihrer Küche Pflanzen, die in anderen Regionen als Unkraut gelten. „Un det is jenießbar?“, fragt der Berliner ungläubig, wenn ihm zum ersten Mal eine Schüssel Löwenzahnsalat vorgesetzt wird. Staunend entdeckt er mit Brennnessel-Pfannkuchen, Holzapfelpüree und dem Gemüse aus Hirtentäschelkraut und Sauerampfer weitere Geheimnisse der regionalen Kräuterküche. Der Kräutergarten der Stadt Dahn dient so auch der Erhaltung und der Wiederentdeckung des alten Wissens um das Heilen und Kochen mit heimischen Kräutern. |
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