- Urkundlich
erwähnt ist die Pfarrei Dahn erstmals im Jahr 1268. Neuere Erkenntnisse
besagen, dass bereits im 10. Jahrhundert im Dahner Tal eine St. Laurentius
Kirche gestanden haben soll. Ob damit aber die Kirche in Dahn oder in
Niederschlettenbach gemeint ist, kann bis heute nicht belegt werden.
- Die Vorgängerin
der heutigen Kirche wurde im Mittelalter von der Herren von Dahn erbaut und besaß
einen Chorturm. Dieser musste 1774 abgerissen werden. Unterlagen aus dem Jahr
1661 bezeugen, dass südlich der Kirche eine Annakapelle angebaut war. In einer
Dekanatsvisitation aus dieser Zeit heißt es: „Die annakapelle wird begräbnis
krufft der dasigen herrschaft genannt.“
- Diese „dasige“
Herrschaft starb jedoch mit Ludwig von Dahn 1603 aus.
- Unter diesem
Ludwig war Dahn noch protestantisch gewesen. Kaum war er unter der Erde, zog der
Bischof von Speyer, Eberhard von Dienheim, das Lehen ein und schickte den
Jesuitenpater Jonas in die kleine Gemeinde, um die Dahner wieder dem
katholischen Glauben zuzuführen.
- Die heutige
Kirche wurde in den Jahren 1787 bis 89 unter Leitung der Baumeistern Spies und
Werner aus Landau erbaut. Dahn hatte damals rund 560 Einwohner. Kaum war die
Kirche fertig schwappten die Ideen der französischen Revolution auch ins Dahner
Tal. Der von den Revolutionären geforderte Bürgereid verweigerte der Dahner
Pfarrer, der sich dann verständlicherweise aus der Gegend absetzte, da er
aufgrund seiner Entscheidung um sein Leben fürchten musste. 1796 fand in Dahn nur einmal ein Gottesdienst statt, die Pfarrkirche diente zu dieser Zeit als
Militärspital.
- 1884 erhielt
Dahn eine im neugotischen Stil erbaute protestantische Kirche. Damit wird auch
die Entwicklung der dörflichen Gemeinde zu einer kleinen Stadt deutlich.
- Bis 1913/14
war die St. Laurentiuskirche völlig stilwidrig von einem gotischen Spitzdach
behelmt, das dann durch ein Zwiebeldach ersetzt wurde. Gleichzeitig vergrößerte
man die Sakristei und errichtete die
seitlichen Anbauten mit den Aufgängen zur Empore.
- Mit der St.
Laurentiuskirche und der evangelische Kirche gestaltet sich heute im Schatten
des Jungfernsprungs die unverwechselbare, einmalige Ansicht der kleinen
Hauptstadt des Dahner Felsenlandes.
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