- hat Richard Lenhart einmal gesagt. Das Werk,
das er hinterlassen hat, wurde zum Betrachten geschaffen. Es belehrt nicht,
wühlt nicht auf, es bezaubert nur in seiner bodenständigen, direkten und
liebevollen Art. Ganz anders der Enkel, der sich mit seiner Kunst auflehnt
gegen die Selbstgerechtigkeit der Welt.
- Das er nach Dahn gekommen sei, in die Stadt,
in der sein Großvater gewirkt habe, dass sei nicht sein Wunsch gewesen, das
habe sich so ergeben, sagt Martin. „Jetzt will ich hier bleiben. Heute ist
es egal, wo ich lebe, ob in Berlin, Mailand oder Dahn“, erklärt er, der
inzwischen zu den anerkannten Künstlern Deutschlands gehört, zu denen, die
es geschafft haben und von ihrer Kunst leben können. „Das sind vielleicht
10 Prozent, aber man muss viel dafür tun, ständig präsent, in möglichst
vielen Ausstellungen und Galerien zu sehen sein“, erzählt Martin. Ganz
anders der Großvater. Obwohl auch er von seiner Kunst leben musste, hielt
Lenhards Bescheidenheit ihn immer wieder von der Beteiligung an Wettbewerben
ab. Das bescheinigte ihm sein Jugendfreund Hermann Glessgen, der den aus
Landau stammenden amerikanischen Karikaturisten Thomas Nast wiederentdeckt
hat.
- Martin schwärmt von den Burgen, dem Klima,
der Landschaft, aber auch von den Menschen, die dazu beitragen zu dem tollen
Lebensgefühl, das das Dahner Felsenland biete. „Die Region biete
unvergleichliche Blicke“, erklärt
er, das sah sein Großvater wohl ähnlich.
- Künstlerisch habe er mit seinem Großvater
keine Berührungspunkte, doch die Faszination die von dem alten Mann
ausgegangen sei, sei ein Ansatz gewesen, diesen Beruf zu ergreifen, sagt er.
- „Großvater hat die letzten Jahre seines
Lebens in Bergzabern gewohnt. Mit 70 hat er in Gleiszellen noch ein altes
Schulhaus gekauft und zum Atelier umgebaut. Er lebte nach der Maxime Luthers
„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, dann würde ich noch
heute ein Apfelbäumchen pflanzen. Großvater war ein Lebemensch, ein Genießer,
ein Original. So sehr, dass er hier verspottet wurde. Er hat in einer
anderen Welt gelebt“, erinnert sich der Enkel.
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