Die Geschichte des Studienheims St. Pirmin
 
Ehemalige Internatsschüler treffen sich auf der "inoffiziellen Homepage des ehemaligen Studienheim St. Pirmin in Dahn" 
 
- zur Festschrift - 

 
Als 1958 in Dahn das Studienheim St. Pirmin eröffnet wurde, eine Einrichtung für die sich vor allem der damalige Domprobst Dr. Philipp Wendel stark gemacht hatte, war dies für die kleine Wasgaugemeinde eine nicht unerhebliche Aufwertung. Hinzu kam, dass das damals im Aufbau begriffene Gymnasium ein solches Internat, das begabten Jungen aus christlichem Elternhaus den Besuch der höheren Schule ermöglichen sollte, zur Sicherung seiner Existenz dringend benötigte. 
Am 14. August konnten die ersten Buben in das Gebäude einziehen. Es war dem Engagement des ersten Direktors, Rudolf Nether, zu verdanken, dass das Haus innerhalb kürzester Zeit voll belegt war. Schon bald erfreute sich das Studienheim St. Pirmin eines ausgezeichneten Rufes, Eltern aus der gesamten  Diözese vertrauten dem Heim ihren männlichen Nachwuchs an.
Gute Starthilfe leisteten auch die Dominikanerinnen, die in den Anfangsjahren das Studienheim betreuten. Zu den Präfekten gehörten unter anderem der spätere Domkapitular und Regens Otto Schüßler, so wie der Diözesanfrauenseelsorger Msgr. R. Fritzinger.
Präfekt Völter war von Anfang an dabei und blieb dem Haus bis zu seiner Pensionierung 1985 treu.
 
 
- zur ersten Ausgabe des "Pennäler" -
 
 
Im Dezember 1959 erschien mit dem „Pennäler – Schülerzeitschrift für das Studienheim St. Pirmin“ erstmals eine Schülerzeitung in Dahn. Die Vervielfältigung geschah über Matrizen. Eingeweihte werden mit den Kürzeln L.D.D., der sich dem Thema „Die Goldene Gans“ widmete,  und –rasi- der etwas zum Thema Teenager“ zu sagen hatte, etwas anzufangen wissen.
 
 
 
Im Pennäler Nummer 2 vom Januar 1960 
findet sich ein Artikel zum Thema "Beschilderung", der wieder einmal deutlich macht, 
dass sich die Zeiten ändern, die Gegebenheiten jedoch oft die gleichen bleiben.
 

 

Am 26. Februar 1997 berichtete die Tageszeitung Die RHEINPFALZ:
Caritas hält an Plänen für St. Pirmin fest
In den kommenden Wochen soll der Umbau des Dahner Studienheims St. Pirmin in ein Müttergenesungsheim beginnen. Trotz der Auseinandersetzung um die zurückhaltende Genehmigungspraxis der Krankenkassen bei Mutter-Kind-Kuren halte die Caritas an ihren Plänen fest, so gestern Hans-Joachim Doerfert, Geschäftsführender Vorstand der Caritas Trägergesellschaft Trier. Die freien Wohlfahrtsverbände befürchten dagegen den Konkurs vieler Erholungsheime (die RHEINPFALZ berichtete gestern auf der Seite "Südwestdeutsche Zeitung").
"Wir werden ein verstärktes Angebot in den Bereichen Hauterkrankungen und Allergien fahren", kündigte Doerfert an, dass jetzt Schwerpunkte gesetzt werden sollen. Vollkommen neu sei dies allerdings nicht: die beiden Therapiebereiche waren schon in den ursprünglichen Plänen vorgesehen.
Er sei sicher, dass die Caritas das Dahner Müttergenesungsheim belegen kann, so Doerfert. Er verwies auf zwei weitere Häuser, die die Caritas in Weiskirchen (Saarland) und Bad Sodenmünster (Hessen) betreibe. Dort war die Belegung zwar im Januar rückläufig, stieg aber im Februar wieder an und im März werden die beiden Häuser wieder voll belegt sein, sagte Doerfert.
Für das Dahner Erholungsheim sei die Baugenehmigungsplanung mittlerweile vorgelegt, sagte Doerfert. Für den 1. März sei eine Teilgenehmigung zugesagt. Der Umbau der bestehenden Gebäude könne dann beginnen. Er solle bis zum 1. März 1998 abgeschlossen sein. Der Neubau könne am 1. Juli des kommenden Jahres in Betrieb gehen, so Doerfert. Im Dahner Müttererholungsheim werden voraussichtlich rund 130 Menschen beschäftigt sein; die Gesamtkosten des Projekts werden von der Garitas auf rund 30 Millionen Mark veranschlagt. 84 Mütter und144 Kinder können dann in Dahn betreut werden. Für die Belegung ist das Müttergenesungswerk zuständig.
Zur Auseinandersetzung mit den Krankenkassen um die Genehmigung von Mutter und Kind Kuren meinte Doerfert, die "Übung der Krankenkassen, die Kostenübernahme entweder zu verwehren oder nur in Teilbeträgen zu gewähren", sei "rechtswidrig". In dieser Einschätzung sei er sich mit der evangelischen Kirche einig. (lap)