Der Stadtwald Dahn
Im Wandel der Zeit
 
 
Das Aussehen unserer Wasgaulandschaft wird weitgehend vom Wald und seinen Bestandsarten bestimmt. ER war lange vor dem Menschen da und bedeckte zu Beginn unserer Zeitrechnung etwa 90 Prozent des Lande. Der Wald war die Lebensgrundlage unserer Vorfahren, ein unerschöpflicher Selbstbedienungsladen für Nahrung, Kleidung und Wohnung. In dem Maße, wie der Jäger und Sammler sesshaft wurde und zum Ackerbau überging, verwandelte sich das Urland in Kulturland. 
Auch die Waldstruktur veränderte sich im laufe der Zeit. Um die Mitte des 18. Jahrhunderts gab es im Pfälzerwald keine Fichte, keine Tanne oder Douglasie, keine Lärche. Neben der vereinzelt vorkommenden Kieferbestanden unsere Wälder bis dahin fast nur aus Buchen und Eichen. Diese drei Baumarten genügten vollständig den damaligen Ansprüchen. Der Holzeinschlag wurde durch natürliche Verjüngung ausreichend ergänzt. 
In früheren Jahrhunderten waren unsere Wälder noch nicht durch ein ausgedehntes Wegenetz erschlossen und zum Teil von urwaldähnlichem Charakter. Man nahm deshalb ganz selbstverständlich die nächstgelegenen Waldungen für die Holzgewinnung in Anspruch. Dadurch entfernte sich der Wald immer weiter von den Ortschaften. Als der Holzbedarf aufgrund der Bevölkerungszunahme immer größer wurde, drang man tiefer in die Wälder ein. Die Holznutzung nahm schließlich so große Ausmaße an, dass die Einschlagsmenge nicht mehr auf natürliche Weise kompensiert und das Bauholz knapp wurde. Schon im späten Mittelalter fehlte es nicht an Bemühungen diesem Übel abzuhelfen, doch erst im 18. Jahrhundert begann man mit systematischer Forstwirtschaft. 
Diese Entwicklung wurde unterbrochen durch die Franzosenzeit (1789-1815), in der durch regelrechten Raubbau riesige Kahlflächen entstanden. "Fast alle Berggipfel werden des Holzes beraubt" , heißt es in Friedrich Kolbs Pfalzbeschreibung von 1831. Die Gründe dafür waren die den Gemeinden auferlegten Kontributionen, der Eigenbedarf der französischen Truppen und der Holzexport nach Holland für den Schiffsbau. Hinzu kam der gewaltige Holzverbrauch der Eisenindustrie im Dienste der Waffenproduktion für die französische Armee. Unsere Wälder erholten sich erst wieder in der napoleonischen Zeit, als der Forstwirtschaft vermehrte Aufmerksamkeit zugewendet wurde. Noch 1820 waren die Wälder um Dahn nicht in der Lage, die für den Schulhausneubau (Altes Rathaus) benötigten Dachdurchzüge in der vorgeschriebenen Stärke zu liefern.
Nachdem die Pfalz im Jahre 1816 bayrisch geworden war, bemühte sich die Regierung um die Einführung moderner forstwirtschaftlicher Methoden. Die Oberförsterei Dahn wurde 1822 in ein Forstamt umgewandelt. Nach und nach wurden die für die staatlichen und gemeindeeigenen Röderländereien der Landwirtschaft entzogen und aufgeforstet. Bei Neuanpflanzungen bevorzugte man das Nadelholz, weil es sich einfacher und billiger nachziehen lässt als Laubholz, schneller in verwertbare Dimensionen wächst, größere Massenerträge liefert und damit lukrativer ist. 
Nochmals nachhaltig gestört wurde das Waldbild durch die Ausbeutungspolitik der französischen Besatzungsmacht nach dem Ersten Weltkrieg. Ohne Einhaltung von Fällungsplänen und den Regeln der deutschen Forstwirtschaft erfolgte die Versteigerung großer Holzmassen auf dem Stamm. Hierbei wurden ganze Strecken kahlgeschlagen und der Wald regelrecht verwüstet. Fotos von damals veranschaulichen die drastischen Folgen dieser Zwangsverjüngung unserer Wälder. Um den Rückstand möglichst schnell aufzuholen, griff man bei der Aufforstung vorwiegend auf das Nadelholz zurück.
Die aufgezeigte Entwicklung macht deutlich, warum unser heutiges Waldbild vom Nadelholz beherrscht wird. Lediglich in den weitabgelegenen Staatswaldungen sind die Laubhölzer ausreichend vertreten, wie die nachfolgende Statistik des Jahres 1986 für den Bereich des Forstamtes Dahn im Vergleich mit dem Dahner Stadtwald belegt: Kiefer 54 Prozent (Stadtwald Dahn 64) Buche 19 Prozent (15), Fichte 12 Prozent (10), Eiche 7 Prozent (3). Der dem Stadt- und Staatswald vorgelagerte Privatwald besteht fast ausschließlich aus Nadelholz.
(Aus der Dahner Stadtchronik von Karl Kissel)
 
Altersstruktur und Altersklassen des Stadtwaldes Dahn heute
Das durchschnittliche Alter des Dahner Stadtwaldes beträgt 83 Jahre, der Durchschnitt im Pfälzerwald liegt bei 75 Jahren. Gemessen am Normalwaldmodell des Forstes überwiegen bei den schwachen Baumhölzern die Altersklassen 41 bis 60 Jahren, bei den mittleren Baumhölzern findet sich ein großer Anteil im Alter von 80 bis 100 Jahren. Der Fachmann spricht hier von einer "deutlichen Überausstattung des Betriebes." 
Dagegen fehlt es dem Betrieb an stärkerem, aus heutiger Sicht hiebsreifem Holz. Die älteren Kiefernbestände haben nur in geringen Prozentsätzen die geforderte Zielstärke, die bei 50 bis 60 c Zentimeter Brusthöhendurchmesser liegt. Das sind 1.30 Meter über dem Stock.
Aus diesem Grund hat der Forst den Holzeinschlag verstärkt in die schwachen und mittleren Baumhölzer gelenkt, Althölzer werden geschont. Die Nutzung im Stadtwald liegt deutlich unter dem Zuwachs und entspricht somit dem forstlichen Grundsatz der Nachhaltigkeit.
 
 
Einteilung des Stadtwaldes Dahn
Der Stadtwald ist in Distrikte, Abteilungen, Unterabteilungen und Bestände eingeteilt: Die Distriktgrenzen sind auf der Übersichtskarte mit abgesetzten Doppelpunktlinien, die Abteilungsgrenzen mit gepunkteten Linien dargestellt.
 
Distrikt I (Gerstel)
Abteilung 1                  Galgendelle                           
Abteilung 2                 Gersberg
Abteilung 3                  Biegdentalerteich                      
Abteilung 4                 Judel
Abteilung 5                  Wöllmersberg                          
Abteilung 6                 Lachberg
Abteilung 7                  Vogelsberg
   
Distrikt II (Hochstein)
Abteilung 1                  Hämmelsbusch                         
Abteilung 2                 Bruderböschel  
 
Distrikt III (Wachtfelsen)
 
Distrikt IV (Eyberg)
Abteilung 1                  Dehmershübel             
Abteilung 2                 Dehmerswald
Abteilung 3                  Zwirbelsköpfchen                    
Abteilung 4                 Grauberg
Abteilung 5                  Beckerwoogshalde                  
Abteilung 6                 Lämmerteich
Abteilung 7                  Linadigerteich             
Abteilung 8                 Sandigerteich
Abteilung 9                  Felmersbacherhalde                 
Abteilung 10               Kleiner Eyberg
Abteilung 11                Hannaxteich                             
Abteilung 12               Kleines Taubeneck
Abteilung 13                Manneteich                              
Abteilung 14               Großes Taubeneck
 
Distrikt V (Langental)
Abteilung 1                  Schneiderfeld-Nord                 
Abteilung 2                 Schneiderfeld-Süd
Abteilung 3                  Breiterteich                              
Abteilung 4                 Waldmannswiese
Abteilung 5                  Edersberg                               
Abteilung 6                 Langental-Süd
Abteilung 7                  Langental-West                        
Abteilung 8                 Mittleres Langental
Abteilung 9                  Langental-Nord
Distrikt VI (Geiswoog) 
(Exklave am Oberlauf des Staatswald gelegen)
 
Distrikt VII (Kauert)
Abteilung 1                  Großtal 
Abteilung 2                 Mehrendelle
Abteilung 3                  Weihersebene
Abteilung 4                 Roßkegelplatz
 
 
Distrikt VIII (Hahnberg)
(Exklave nördlich von Erfweiler)
 
Im Zuge der Konversion wurde die Abteilung IV 15 (Seibertsbach) 
mit dem Land Rheinland-Pfalz gegen die Flächen im 
Gewerbegebiet Neudahn I (ehemals Staatswald) getauscht.
 
Sollten Sie spezielle Fragen zum Dahner Stadtwald haben - 
ein e-mail an den Förster genügt.
 
Gesamtbetriebsfläche des Stadtwaldes Dahn
Der Wald der Stadt Dahn hat nach einer Erhebung vom 1. Oktober 1997 eine Gesamtbetriebsfläche von 946,4 Hektar und gliedert sich in 791,8 Hektar Wirtschaftswald, 6,7 Hektar Wirtschaftswald ohne Maßnahmen, 94,8 Hektar ertragsschwachen Wald und 53,1 Hektar Nichtholzbodenflächen, dazu gehören Wiesen, Felsen, Brachland und unter anderem auch der Steinbruch Edersberg.
                                                                                                                                                        RHEINPFALZ vom 17. November 2000
 
Landespflegefunktionen im Stadtwald Dahn:
Der Wald ist in verschiedene Regionen mit unterschiedlichen Funktionen eingeteilt. Dabei überschneiden sich die einzelnen Regionen mit ihren unterschiedlichen Aufgaben durchaus. So sind 82,6 Hektar Wasserschutzgebiete der Stufe eins, 305,8 Hektar Wasserschutzgebiete der Stufe zwei, 442,7 Hektar sind als Bodenschutzwald und 17,7 Hektar als Straßenschutzwald ausgewiesen. 
Fast der gesamte Dahner Stadtwald gehört mit 893,3 Hektar zum Naturpark Pfälzerwald-Nordvogesen. 569,6 Hektar sind als Biosphärenreservat Pflegezone und 323,7 Hektar als Biosphärenreservat Entwicklungszone ausgewiesen.  2,9 Hektar sind Naturschutzgebiet, 71,5 Hektar gehören zu den kartierten Biotopen des LFUG (Landesamt für Umwelt- und Gewerbeaufsicht) 454,4 Hektar sind Erholungswald im  siedlungsnahen,  438,9 Hektar im siedlungsfernen Bereich. 
 
Wasserschutz im Stadtwald Dahn
Wasserschutzgebiete sind ausgewiesene Schutzzonen um Trinkwassergewinnungsanlagen. Sie dienen vor allem der Reinhaltung des Grundwassers und der Gewährleistung einer nachhaltigen Wasserversorgung. Anforderungen an die Wasserschutzwälder sind daher vor allem ein geringer Eigenwasserverbrauch des Waldes an Wasser, eine geringe Interzeptionsrate, womit der Grad der Verdunstung an der Blattoberfläche angegeben wird. An Wasserschutzgebiete wird der Anspruch einer hohen Filterwirkung und die Förderung der Tiefenversickerung gestellt.
Aufgrund der Vegetationsstruktur wird das Oberflächenwasser im Wald zurückbehalten. Der Direktabfluss ist verringert, was zu ausgeglichenen Abflussverhältnissen und so zur Vermeidung von Hochwasser beiträgt.
Bei allen Maßnahmen im Bereich der Wasserschutzgebiete sind die jeweiligen Rechtsver-ordnungen besonders beim Einsatz von chemischen Mitteln wie Pestizide und Düngemittel zu beachten.
 
Bodenschutz im Stadtwald Dahn
Bodenschutzwald hat, wie der Name schon sagt, die Funktion, bestimmte Standorte und angrenzende Gebiete vor Wasser- und Winderosion, Aushagerung, Steinschlag, Rutschvorgängen und Bodenkriechen zu schützen. Der hier, besonders an steileren Hängen im Stadtwald, angepflanzte Wald hält den Boden durch sein Wurzelwerk mechanisch fest. Eine zu starke Erosion wird aber auch durch die hier wachsenden Moose, die Bodenpflanzen, das Laub, die auf dem Boden liegenden Äste und Stämme minimiert. Durch sie wird der Abfluss des Oberflächenwassers, das durch die Wurzelerschließung und Bodenauflockerung gut in den Boden eindringen kann, verlangsamt. 
Der für den Stadtwald zuständige Förster, Karl Ruppert, weiß um die besonderen Anforderungen, die an Bodenschutzwälder gestellt werden. So sorgt er für eine Bepflanzung mit möglichst wurzelintensiven Baumarten, dazu gehören die Eiche, die Buche und die Kiefer. 
Durch gezielte Pflege werden die Bäume besonders standfest gezogen,  bei der Holzernte kommen nur bodenschonende Rückeverfahren zum Einsatz. Für die besonders kritischen Punkte ist eine Dauerbewaldung vorgesehen, um Erdrutsche zu verhindern.
 
Straßenschutz im Stadtwald Dahn
Auch der Straßenschutzwald dient dazu, Erdrutsche, Steinschlag und Übersandung der Straße zu verhindern, um die dadurch drohenden Gefahren vom fließenden Verkehr abzuwenden. So wurden im Gebiet des Dahner Stadtwaldes Steillagen entlang öffentlicher Verkehrswege in einer Breite bis zu 100 m auf insgesamt 17.7 Hektar als Straßenschutzwald ausgewiesen. In dieser Zone werden Sträucher und  kräftig wurzelnde Baumarten gepflanzt, die in der Lage sind, ein Abrutschen des Bodens auch bei starkem Regen zu verhindern. 
Als Straßenschutz ausgewiesener Wald befindet sich entlang der B 427 von Dahn in Richtung Hinterweidenthal ausgewiesen, entlang der Ortsstraße Richtung Schwimmbad und entlang der Straße von der Kneippanlage in der Schillerstraße, die dann zum Radweg wird und zum Neudahner Weiher führt.   
 
Naturpark Pfälzerwald-Nordvogesen
Ziel eines Naturparks ist die die Erhaltung der landschaftlichen Eigenart und Schönheit und die Erhaltung, beziehungsweise Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes für einen großräumigen ökologischen Ausgleich. Der Naturpark Pfälzerwald-Nordvogesen dient zudem der Sicherung und Entwicklung dieser waldreichen Mittelgebirgslandschaft, die für die Erholung großer Bevölkerungsanteile aus den Ballungszentren eine große Rolle spielt. 
Die ordnungsgemäße Forstwirtschaft sowie die Jagd sind in dem Gebiet des Naturparks nicht eingeschränkt. Es ist jedoch verboten, ohne Genehmigung den Wald zu roden oder neue Flächen aufzuforsten. Bedeutsame Landschaftsbestandteile wie zum Beispiel Feldgehölze, Rohr- und Riedbestände, Felsen oder Trockenrasen dürfen nicht beseitigt oder beschädigt werden. Auch bei Gewässern sind die Gesetze des Naturparks eindeutig. So ist es nicht nur verboten, Seen oder Bäche zu beseitigen, es dürfen auch keine neuen angelegt und das Ufergebiet darf nicht verändert werden. Auch Feuchtgebiete unterliegen in den Naturparks einem besonderen Schutz. anzulegen oder,  erlaubt neue See  zu beseitigen oder zu beschädigen, Gewässer herzustellen, zu beseitigen oder umzugestalten.
 
Biosphärenreservat 
Im November 1992 wurde der gesamte Pfälzerwald von der UNESCO als Biosphärenreservat anerkannt. Biosphärenreservate sind zentraler Bestand des UNESCO-Programmes „Der Mensch und die Biosphäre (MAB). Sie dienen in erster Linie dem Schutz der Ökosysteme und genetischen Ressourcen, der Entwicklung der Landnutzung, Umweltforschung und Umweltüberwachung sowie der Ausbildung und Umwelterziehung.
Mit der Anerkennung zum Biosphärenreservat ist der Pfälzerwald in das weltweite Netz von über 400 Biosphärenreservaten eingegliedert und steht damit in einer Reihe so berühmter Landschaften wie dem Yellowstone-Park in den USA und den Galapagos-Inseln.
   
 
Hier entsteht ein Porträt des Dahner Stadtwaldes
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Die Seiten über den Dahner Stadtwald entstanden mit freundlicher Unterstützung seines Revierleiters, 
Forstamtsrat Karl Ruppert vom Forstamt Dahn.
Baumartenverteilung im Stadtwald Dahn
 
Kiefer             62,5 %
Buche              15,4 %
Fichte               10,4 %
Douglasie           5,6 %
Eiche                 2,8 %
Lärche               1,9 %
Tanne                0,4 %
sonstige              1,0 %
 
 
Flächen der Baumartengruppen in den Altersklassen
 
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Zustandserfassung und Planung  -  Stadtwald Dahn
Holzvorrat 
Als Holzvorrat bezeichnet der Förster die gesamte oberirdische Holzmasse. Gemessen wird alles Holz  über einem Durchmesser von 7 cm. Daraus kann errechnet werden wie viel Festmeter pro Hektar Holzbodenfläche geerntet werden können. Im Dahner Stadtwald sind dies 266 Festmeter pro Hektar.  
 
Holzzuwachs              
Als Holzzuwachs bezeichnet der Förster die durch Dicken- und Höhenwachstum der Bäume bedingte jährliche Zunahme an oberirdischer Holzmasse. Im Stadtwald Dahn wachsen pro Hektar jedes Jahr 6,9 Festmeter pro Hektar nach. 
 
Hiebssatz   
Der Hiebsatz gibt Auskunft über die Gesamtsumme des jährlich einzuschlagenden Holzes. Im Dahner Stadtwald beträgt der jährlicher Hiebssatz, das sind die Erntefestmeter pro Hektar Holzbodenfläche, 4,1 Hektar.
 
Vornutzung - Endnutzung 
Unter dem Begriff Vornutzung versteht der Förster das Holz, das in jüngeren Waldbeständen bei der Pflege, der sogenannten Durchforstung, anfällt. Diese Jungbestandspflege ist auf eine Verbesserung der Stabilität  und Qualität des Jungwaldes ausgerichtet und bringt in der Regel keinen verwertbaren Holzanfall. Im Gegensatz dazu fällt bei der Durchforstung des mittelalten Waldes in der Regel durchaus verwertbares Holz an. Als "verwertbar" bezeichnet der Förster das Holz, das auf dem Markt noch einen recht guten Preis erzielen kann. Wobei dies bei der Situation auf dem deutschen Holzmarkt, der von Billigholz aus dem osteuropäischen Raum uberflutet wird, zunehmend schwieriger wird. 
Das Holz, das mit dem Ziel, die Bestände zu verjüngen aus Altbeständen geerntet wird, fällt unter den Begriff Endnutzung.
Das Verhältnis von Vornutzung zu Endnutzung entspricht im Dahner Stadtwald 88 : 12.  
 
Für Astungsmassnahmen müssen sich die Forstwirte oft in schwindelerregende Höhen begeben.
 
Zu den regelmäßig durchgeführten Pflegemaßnahmen zählt auch die Ästung. So bezeichnet man die Entfernung der Äste im unteren, wertvollsten Stammteil bei Kiefern,  Douglasien und Lärchen, um ein astreines, wertvolles Stammholzes zu gewinnen. In der Regel beträgt die Entastungshöhe fünf bis sechs Meter.
Auf 2,5 Hektar führt der Forst im Dahner Stadtwald jährlich Kulturpflegemaßnahmen durch, die Jungbestandspflegefläche ist 3,9 Hektar groß. Jährlich werden 64,8 Hektar durchforstet und auf 2,2 Hektar Ästungen durchgeführt.
 
 
Zur höchsten Tanne im Pfälzerwald
 Alle Zahlen sind hier tabellarisch abzurufen.